Lofoten Norwegen Tipps

Meine Tipps für Moskenesøy/Lofoten

Auf einige Anfragen hin, möchte ich nochmal zusammenfassen, was ihr rund um Moskensøy/Lofoten nicht verpassen solltet und euch zusätzlich ein paar hilfreiche Tipps geben:

Anfahrt/Abfahrt :

Da wir bereits in Norwegen unterwegs waren, sind wir mit dem Nachtzug von Trondheim aus nach Bodø gereist. Man bekommt sogar eine kleine Decke, ein aufblasbares Kissen, eine Schlafmaske und Ohrstöpsel. Vom Bahnof aus ist es nicht weit bis zum Fähranleger, von wo aus man nach Moskenes gelangt. Da wir zu Fuß unterwegs waren, haben wir uns vorher nicht um Fährtickets gekümmert. Diese konnten wir bequem vor Ort kaufen. Zurück ging es auf gleichem Weg, nur dieses Mal mit dem Zug bis nach Oslo. Man muss schon etwas Sitzfleisch mitbringen, aber die Landschaft, durch die man fährt, ist einfach herrlich!

– Trondheim – Bodø  & Bodø – Oslo mit der NSB www.nsb.no

Bei rechtzeitiger Buchung kann man ein Zugticket bereits ab 249 NOK bekommen. Dieses ist jedoch nicht mehr zu stonieren.

– Fähre Bodø – Moskenes – Bodø www.ruteinfo.thn.no

Unsere Übernachtungsplätze:

Da wir mit dem Zelt unterwegs waren, haben wir natürlich auch meistens darin geschlafen. Je nachdem, was einem lieber ist, kann man in Norwegen ja zum Glück „Wild“zelten. Man hat seine Ruhe und kann sein Zelt fast überall aufschlagen und die Natur genießen. Wer jedoch nicht auf Sanitäranlagen verzichten möchte, kann auf den unzähligen Campingplätzen übernachten. Oder bei Sturm und Starkregen auch mal eine Pension aufsuchen.

– Moskenes Camping www.moskenescamping.no

Ein schöner Campingplatz mit guten Sanitäranlagen und einem Kiosk. Man hat eine wunderbare Aussicht auf den Vestfjord.

– Fredvang Camping www.fredvangcamp.no

Direkt hinter der Düne befindet sich ein weißer Sandstrand und türkisfarbenes Wasser. Die Mitternachtssonne ist von hier aus gut zu beobachten. Auch hier gibt es gute Sanitäranlagen, ein Kiosk und morgens frisch gekochten Kaffee. Absolut zu empfehlen.

– Eliassen Rorbuer www.rorbuer.no

Nur mit viel Glück haben wir noch ein Zimmer auf Hamnøy bekommen. Wir hatten ein kleines Bad mit Dusche im Zimmer, die Toilette befand sich auf dem Gang. Wir waren völlig zufrieden mit dem Zimmer und waren auch nur eine Nacht da. Am Besten sollte man hier schon vorab buchen.

– Wildcamping am Horseid und bei Reine

In Norwegen gilt das Jedermannsrecht. Das bedeutet, ihr könnt euer Zelt aufstellen, wo ihr möchtet, vorausgesetzt, euer Zelt befindet sich 150 m von privatem Grundstück entfernt. Bitte bedenkt dabei, respektvoll mit der Natur und den Tieren umzugehen und euren Müll wieder mitzunehmen.

Fortbewegung vor Ort:

– zu Fuß

Die Wanderwege sind gut markiert und – in norwegischen Verhältnissen bezeichnet – gut begehbar.

Wenn man jedoch nur zu Fuß unterwegs ist, sollte man bedenken, dass man häufig an der Straße entlang laufen muss, da durchgängige Wanderwege über eine längere Strecke leider kaum vorhanden sind.

– trampen

Das Trampen erwies sich teilweise als sehr schwierig. Man muss schon etwas Geduld mitbringen, vor allem an Straßen, wo nicht so häufig Autos lang kommen. Unsere tollste Erfahrung war mit einem deutschen Wohnmobil. Wir standen an der Straße und haben den Daumen rausgehalten. Das Wohnmobil fuhr an die Seite, die Dame kurbelte das Fenster runter und fragte, was denn los sei. Darauf fragte ich, ob sie uns ein Stück mitnehmen könnten. Ohne eine Antwort kurbelte sie das Fenster wieder nach oben, starrte nach vorne und fuhr weiter. Was auch immer bei ihr „Daumen raushalten“ bedeuten sollte. Nun ja, mit Geduld kommt man aber auch ans Ziel 🙂

– mit dem Bus

Der Bus fährt mehrmals täglich. Ihr könnt das Ticket beim Fahrer kaufen. www.177nordland.no

Meine Lieblingsstationen:

Auf Moskensøy kann man so viel erleben. Eigentlich befindet sich hinter jeder Ecke eine neue Überraschung. Daher zähle ich einfah mal meine drei liebsten Stationen auf.

1. Horseidsvika

Definitiv gehört die Wanderung und das Zelten am Strand von Horseid zu einem meiner liebsten Ausflüge. Von Reine fährt eine kleine Personenfähre nach Kjerkfjord, von wo aus man über einen 200 m hohen Pass zur Bucht laufen kann. Die Strecke beträgt etwa 4,5km und je nach Geschwindigkeit 2-3h. Hin- und Rückweg an einem Tag ist kaum machbar. Um noch die Fähre zurück zu bekommen, müsste man dann schon rennen und hätte keine Zeit vor Ort. Man sollte sich auf jeden Fall ein Zelt mitnehmen und hier eine oder mehrere Nächte verbringen. Die Gegend ist wunderschön und einsam.

Die Fähre fährt auch nach Vindstad, von wo aus man zum Bunesstrand laufen kann. Diese Tour haben wir nicht gemacht, soll aber ebenfalls sehr schön sein und ist auch als Tagestour machbar.

Hier findet ihr den Fahrplan/Preise: www.reinefjorden.no

Hier unser Tag zum Nachlesen: Tag 04 auf den Lofoten

2.Ryten und Kvalvika

Von Fredvang aus sind es etwa 3,5km bis auf den Ryten, welcher 543m hoch ist. Die Wanderung ist recht einfach zu gehen und der Blick zur Kvalvika ist wahnsinnig schön. Zunächst läuft man vom Campingplatz wieder vor zur Hauptstraße, dann etwa 500m nach rechts. Von hier aus geht links ein Feldweg weg und die Wanderung ist gekennzeichnet. Man kann diese Wanderung auch direkt mit der Kvalvika kombinieren. Etwa auf halber Strecke führt ein Weg runter in die Bucht.

Wir sind allerdings erst am nächsten Tag von der anderen Seite zur Kvalvika gelaufen. Man folgt einfach der Straße 808 von Fredvang Richtung Selfjord etwa 3km, bis auf der linken Seite ein kleiner Parkplatz kommt. Von hier aus startet die Wanderung. Sie ist etwa 2km lang und führt über einen 200m hohen Pass. Solltet ihr den Rundwanderweg machen wollen, plant viel Zeit ein. Die Strecke ist etwa 10km länger und ihr kommt an der Straße an einem anderen Punkt raus und müsst noch zurück zum Parkplatz laufen. Alles in allem ist es trotzdem eine wunderschöne Wanderung, die ihr auf jeden Fall nicht verpassen solltet.

Hier nochmal zum Nachlesen: Tag 02 auf den Lofoten – Ryten

Tag 03 auf den Lofoten – Kvalvika/

3. Inseln rund um Reine, Sakrisøy und Hamnøy

Auf jeden Fall solltet ihr die Inseln zu Fuß erkunden. Es gibt so viel zu entdecken und zu fotografieren. Zwischendurch kann man sich in Reine mit einem Burger oder auf Sakrisøy im Sjømat (Fisch) stärken, den Trödelladen Dagmars Antikk og Brukthandel durchstöbern und die roten Holzhäuser, umgeben vom türkisen Fjordwasser, bewundern.

Sjømat auf Sakrisøy: www.lofoten-info.no

Dagmars Trödelladen: www.sakrisoyrorbuer.no

Hier nochmal zum Nachlesen: Tag 06 auf den Lofoten

 

Es folgt unsere Packliste:

Was Packlisten angeht, bin ich nun wahrscheinlich kein Spezialist. Was mir mein Rücken die ersten Tage auch sehr übel genommen hat. Jedoch wollte ich mal Aufzählen, was ich als wirklich gut und praktisch empfunden habe.

Ich friere recht schnell und trotz geschätzten 8° Nachttemperatur war mir noch frisch im Schlafsack. Allerdings könnte dies auch an der wahnsinnig dünnen, also kaum vorhandenen Isomatte gelegen habe. Später, mit besserer Isomatte, hab ich bei niedrigerer Temperatur weniger gefroren. Der Schlafsack ist schön leicht und gut zu verstauen.

  • Zelt High Peak Rapido 2

Dieses Zelt hat schon so einiges mit uns mitgemacht und hat sich immer für gut bewährt. Ich bin absolut zufrieden, auch wenn es am letzten Tag nach Dauerregen ein wenig durchlässig geworden ist. Hier könnt ihr schauen, welche Eigenschaften dieses Zelt so hat. Leider ist es bereits so alt, dass man es nicht mehr kaufen kann. Besonders toll finde ich übrigens die Apside mit Plane und das Gewicht. Mein nächstes Zelt sollte so etwas auf jeden Fall auch haben. Vor einem Urlaub behandeln wir das Zelt noch mit Nikwax Imprägnierung und McNett -SilNet- Silikon-Nahtdichter

Unseren kleinen Campingkocher haben wir auch schon eine ganze Weile und er macht seine Sache gut. Einzig in etwas windigeren Regionen ist ein Windschutz von Vorteil. Wir haben einfach selbst einen aus stabiler Alufolie gebastelt.

Das Essen ist ja meist eine schwierige Angelegenheit. Da wir aber nie lange von der Zivilisation weg waren, haben wir uns nicht so reichhaltig eingedeckt. Cous Cous mit Gemüse ist superleicht zu machen, wiegt nicht viel und frisches Gemüse bekommt man auf den Lofoten in jedem Supermarkt. Mit dabei hatten wir auch das Milchpulver von Trek´n´Eat. Uns hat es geschmeckt!

Ich liebe meine Fjällrävenhose über alles. Das war damals zwar viel Geld für mich, aber es hat sich gelohnt. Neben all den Wandertouren, hat sie sich auch auf den Lofoten bewährt. Mit Wachs behandelt, ist sie wasserabweisend, am Po und den Knien verstärkt, so, dass sie es einem auch nicht übel nimmt, wenn man sich mal auf den Arsch setzt oder auf den Knien landet. Sie hält warm und ist super bequem. Was soll ich mehr sagen, außer – ich liebe sie!

Meine Schuhgröße ist für ein Mädel recht groß. Während ich bei diversen Schuhläden keine Damenmodelle bekomme, ist es bei Wanderschuhen zum Glück nicht so schwierig. Für meinen Fuß perfekt geeignet ist das Modell von Hanwag. Trotz vieler Kilometer noch nie eine Blase gehabt und auch sonst keine Probleme mit den Füßen. Was will man mehr? Gibt es übrigens auch für Damen.

  • Wanderrucksack Moorhead (Karstadt) und Tatonka Isis 50l

Mein Rucksack ist schon ein etwas älteres Modell, wenn auch immernoch gut zu tragen und eine Menge Verstaumöglichkeiten. Elke war mit dem Tatonka Isis unterwegs und für eine kleine Frau (1,58m) war er perfekt geeignet.

Wirklich praktisch, wenn man nicht ständig die Trinkflasche rauskramen möchte. Mit Adapter passend auf PET-Flaschen.

  • Wanderstöcke von Lidl

Für mich müssen sie immer mit dabei sein – Wanderstöcke. Sie sind eine Entlastung für die Beine und die Schultern bleiben, gerade bei schwerem Gepäck, immer in Bewegung und verkrampfen nicht so schnell. Jedes Jahr gibt es bei Lidl eine Trekkingaktion, wo man genau diese kaufen kann. Nicht teuer und erfüllen ihren Zweck.

  • Kissenhülle „DIY“

Was ich auch nicht missen möchte, ist die Kissenhülle. Diese kann man vorab entweder fix selbst zusammennähen oder man kauft sich eine im Laden. Abends im Zelt kann man diese dann einfach mit Klamotten füllen und fertig ist das Kissen.

  • (Notfall)Seil für diverse Zwecke

Man könnte sich jetzt darüber streiten, ob ein Seil wirklich nötig war. In unserem Fall wahrscheinlich nicht. Aber egal für was, im Notfall hat man ein Seil dabei. Sei es zum Stabiliseren vom Zelt, von Überwinden großer Absätze oder oder oder…

Da ich nicht unbedingt Aufzählen möchte, welche Sachen ich mit dabei hatte, da dies jeder für sich entscheiden soll, hier noch ein platzsparendes Gadget. Und immer daran denken – weniger ist mehr 😉

Für den Notfall haben wir immer Katadyn-Tabletten dabei, jedoch ist das Wasser in Norwegen eines der Besten und sollte im fließenden Zustand bedenkenlos trinkbar sein.

Sonst noch etwas. Wie viele auch, nutze ich die Kreditkarte von DKB. Mit dieser kann man weltweit kosteslos Bargeld abheben. Apropo Geld abheben. In Reine haben wir damals den einzigen, funktionierenden Geldautomaten gefunden.

Ich hoffe, ich konnte euch hier und da ein paar nützliche Tipps geben. Lasst mich wissen, wenn ihr noch Fragen habt!

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