Lofoten Norwegen

Trekking auf den Lofoten – Tag 6

Reine – Sakrisøy – Hamnøy

Wie erwartet, werden wir von dem aufs Zelt prasselnden Regen geweckt. Während einer kurzen Pause nutzen wir die Chance und bauen unser Zelt zusammen. Nicht weit entfernt gibt es einen kleinen Spielplatz mit einer Bank, an der wir frühstücken. Zwischenzeitlich zeigen sich sogar mal blaue Stellen am Himmel. Die Haifischflosse wird von einem weißen Wolkenband umgarnt und es ist immer noch so schön still.

Nachdem es wieder zu nieseln beginnt, laufen wir los Richtung Hamnøy. Dort soll es, wie wir von irischen Wanderern erfahren haben, eine tolle Pension geben. Als wir an den Eliassen Rorbuer ankommen, haben wir Glück. Eigentlich sind sie ausgebucht, aber wir bekommen noch ein Zimmer ganz unten mit der Toilette auf dem Flur. Das Erste, was wir machen, ist eine schöne warme Dusche genießen. Danach laufen wir nach Sakrisøy und erkunden die Umgebung.

In und um Sakrisøy gibt es viel zu entdecken

Der Duft des getrockneten Fisches liegt uns dauerhaft in der Nase. Wir schlendern über die Brücken, rechts und links der Straße kann man viele Entdeckungen in den kleinen Holzhäuschen machen. Noch immer nieselt es, der starke Regen ist bisher allerdings ausgeblieben. Auf der kleinen Insel Sakrisøy gehen wir zuerst ins Sjømat, wo es fangfrischen Fisch und sämtliche Delikatessen gibt. Ich persönlich esse alles, was aus dem Meer kommt, nicht besonders gerne, aber für Elke ist es ein Paradies. Eine absolute Empfehlung an alle, die Fisch gerne essen. Gegenüber gibt es Dagmars Antikk og Brukthandel. Der kleine Trödelladen beherbergt alles, was das Herz begehrt. Wir kaufen uns eine alte Angelspule aus Holz und genießen frische Waffeln und Kaffee inmitten von Fischerzubehör aus vergangener Zeit, betagten Porzellan und antiken Möbeln.

Gestärkt laufen wir doch noch einmal nach Reine und schauen uns die Schmiede an, die bisher immer geschlossen hatte. In jedem Fenster kann man etwas entdecken, sei es kleine Segelschiffchen oder Holzfiguren. Mit dem Bus geht es zurück nach Hamnøy, wo wir uns bei einem Bierchen noch einmal entspannt auf die Steine setzen, die den Fjord umgrenzen. Die Sonnenstrahlen malen ein Gemälde in die Natur. Eine Möwe verzehrt genüsslich einen Fisch direkt vor unserer Nase. Und trotz der Kälte – es sind wieder nur um die 10°C – fühlen wir uns richtig wohl. Habe ich eigentlich schon die Stille erwähnt?! Rund herum herrscht wieder diese Ruhe. Es ist einfach wunderschön. Doch der Gedanke an ein warmes, weiches Bett macht uns schon ganz müde, obwohl es wieder erst nach zwölf Uhr wird, bis wir ins Bett fallen. Man vergisst schnell die Uhrzeit, wenn den ganzen Tag die Sonne scheint. Und es macht es auch nicht leichter, sich von dieser wunderbaren Natur zu trennen!

Und schon bald beginnt unser letzter Tag auf den Lofoten. Hier geht es weiter.

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